Tag 13 Bamberg

Tag 13 Bamberg

Heute früh gegen 4 Uhr brach ein bedrohliches Gewitter über uns aus. Es prasselte ordentlich aufs Bullidach. Blitz und Donner sorgte nach einer Weile doch für Unruhe bei Lotti. Sie blieb aber erstaunlich lange ruhig. Ich bin zur Sicherheit zu ihr runtergegangen, damit sie nicht komplett hochdreht. Sie beruhigte sich schnell wieder und so ließen wir das Donnern und die hellen Blitze eine Weile über uns ergehen. Irgendwo dröhnte ein Feuerarlarm auf, die Nachbarn zu unserer Linken waren auch auf den Beinen. Sie schienen ein größeres Problem zu haben. Vermutlich war irgendwo Wasser eingedrungen, denn sie waren mit hellem Licht und Regenponchos im Einsatz. Wir beiden Dummies hingegen haben vermutet, dass bei uns alles gut abläuft – im wahrsten Sinne.

Als ich dann morgens um 8 Uhr die Bullitür aufschob, sahen wir erst, was bei uns passiert war.

Wir hatten nicht genügend Gefälle in der Markise und so war eine volle Wasserblase in der Mitte zusammengelaufen. Es sah aber schlimmer aus, als es war. Es ist zum Glück nichts gerissen oder verbogen.

Bei der Gelegenheit haben wir uns aber die Frage gestellt, ob der Faradaysche Käfig auch im Bullidach existiert oder ob wir dort eigentlich wie die Brathähnchen gefunden werden würden, wenn der Blitz mal einschlagen sollte. Wir standen immerhin direkt unter Bäumen und in Wassernähe. Wir sind noch nicht sicher, ob wir das Google überhaupt fragen wollen….

Nach einem Frühstück bei angenehmer Temperatur, machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Lotti, als Öffisprofi war schon wieder ganz aufgeregt. Da der Busfahrer allerdings relativ grobmotorisch unterwegs war und die Straßenverhältnisse auffallend schlecht, nahm ich sie auf den Schoß und sie schlief schon bald wieder ein. Coole Socke!

Der Bus brachte uns ins Herz der schönen Stadt Bamberg. Heute war es zunächst bewölkt aber das tat uns allen Dreien mal ganz gut. Wir machten uns auf in die Altstadt.

Pfarrkirche St. Martin

Von innen

Viele auffällige…
…und baufällige Türen für meine Sammlung
Das ist Kunst und kann nicht weg
Das alte Rathaus

Sowohl der „Linke Regnitzsarm“ als auch der „Ludwig-Donau-Main-Kanal“ sorgen in der Altstadt für eine leicht verwirrende Inselbildung, die viele Brücken notwendig machte.

Wenn wir in diesem Sommer schon nicht nach Italien kommen, dann doch wenigstens nach Klein Venedig ;-). So wird dieser Bereich hier genannt. Einige Gondeln standen auch herum, waren aber nicht im Einsatz.

In der Brauerei Schlenkerla haben wir auf Abraten von Sven KEIN Rauchbier getrunken
Bamberger Dom (romanischer Baustil)
Die kleine Nachtmusik 
Von innen
Unterhalb des Doms
Alte Hofhaltung
Neue Residenz
Der Rosengarten hinter der neuen Residenz

Die Lotti pasta auch auf
Klosteranlage St. Michael

Zum Abschluss der Stadtbesichtigung stiefelten wir dann noch zur Klosteranlage hinauf. Lotti war eigentlich schon hundemüde ;-).

Hier bekamen wir nochmal einen schönen Blick auf Bamberg

Ohne einen Eisbecher konnten wir den Ort natürlich nicht verlassen. Also kehrten wir in der Altstadt noch in einer Eisdiele ein. Lotti rollte sich direkt unter dem Tisch zusammen.

Am Himmel braute sich schon wieder was zusammen und so versuchten wir den nächsten Bus am ZOB zu erhalten, denn die fahren nur alle Stunde zu unserem Campingplatz. Aber immerhin. Die Verbindung ist wirklich sehr bequem, denn die Bushaltestelle ist direkt am Eingang des CP. Der CP Campinginsel Bamberg ist eine absolute Empfehlung von uns. Wunderschöne Stellplätze (zumindest für Bullifahrer), besonders schöne Waschräume und alles vor Ort, was man braucht.

Bamberg hat uns sehr gut gefallen. Der Ort hat ungefähr eine Größenordnung wie Lüneburg oder Celle, zumindest aufgrund der Einwohner. Also überschaubar und dennoch alles vor Ort. So haben wir tatsächlich noch beide ein paar Schuhe gekauft. Der Schuhverkäufer gab uns sogar einen kleinen Rabatt (ja, der ist natürlich gleich wie Eis zerschmolzen ;-)). Vor allem sei natürlich gesagt, dass Bamberg auffällig viele schöne historische Gebäude hat. Man kann hier sehr entspannt alles zu Fuß ablaufen.

Kaum am Campingplatz angekommen, begann es zu regnen. Neee, was hatten wir für ein Glück mit dem Wetter.

Wir ruhen uns nun aus, damit wir morgen ganz entspannt die 450 Kilometer nach Hause fahren können.

Der erste Urlaub mit Hund startete mit kleinen Schwierigkeiten aber wir müssen wirklich sagen, dass Lotti die Reise richtig toll mitgemacht hat und jetzt eine offizielle Campingmaus ist. Wir sind glücklich, dass sie jetzt mit an Bord ist. Sie hat sehr viel gelernt und wir sind gespannt, wie sie sich in den kommenden Tagen und Wochen im Alltag verhalten wird. Die Hoffnung ist groß, dass sie etwas gelassener geworden ist. Zitat Johann Wolfgang von Goethe: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“. Vielleicht gilt das ja auch für kluge Pudel ;-).

Eine kleine Nachtmusik