Tag 7 Ortswechsel, Berchtesgadener Land

Tag 7 Ortswechsel, Berchtesgadener Land

Unsere heutige Nacht war früher als gewohnt vorbei und somit sind wir gleich beide mit Lotti aufgestanden. Das spielte uns auch ein wenig in die Karten, denn wir hatten vor einigen Tagen den Königssee schon mal ins Visier genommen. Hier soll es heute hingehen. Nachdem wir gestern schon zwei Campingplätze angeschrieben haben, bekamen wir von einem eine Absage und der andere hat in Aussicht gestellt, dass vielleicht spontan jemand den Platz verlässt und wir somit nachrücken könnten… natürlich alles ohne Gewähr. Also Risiko in Kauf genommen und alles auf eine Karte gesetzt. Da wir ja eh früh wach waren hat uns das am Ende auch noch geholfen. Wir mussten aber erstmal alles zusammen packen und verstauen und dann ging es nach dem Frühstück auch schon los.

Der Nachbar mit dem AMI-Schlucker blubberte und stank auch schon vor sich hin und verschwand noch vor uns im Nirvana.

Das Navi führte uns ganz kurz auf die BAB und dann aber wieder auf die Bundesstraße und somit sind wir bestimmt 80 km durch die Dörfer gezuckelt. Sehr schöne Gegend durch die wir hier gefahren sind. Kurz vor dem Chiemsee kamen wir nochmal ins Überlegen, ob wir nicht hier halten wollen, aber der Blick ins Flachland ist nicht so spannend wie in den Bergen und so lassen wir den See links liegen. Kurze Zeit später erscheinen schon wieder die Berge am Horizont und wir nähern uns unserem Ziel, hoffentlich, denn wie wissen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob wir einen Platz bekommen.

Den Watzmann schon fest im Blick

Um 13:00 Uhr waren wir dann am Platz und waren sehr gespannt. Anne spurtete zur Rezeption … Mittagspause bis 14:00 Uhr. Oh man, was für ein Sch…! Naja, ab zum Bach, der Königsseer Ache, die wie auch die Loisach, zur Abkühlung einlädt. Lotti konnten wir auch hier ins kühle Nass locken und auch zum Schwimmen animieren, Stock sei Dank!

Die Königsseer Ache

Lotti und ich vertrödelten ein bisschen die Zeit und Markus stellte sich dann aber doch rechtzeitig oben an der Rezeption an. Wir wollten uns die Chance auf einen Stellplatz hier direkt am Königssee nicht entgehen lassen. Das war eine gute Idee, denn als die Rezeption öffnete, war Markus der 2. und es gab noch 2 Stellplätze. Tataaaaaa. Mit großer Freude stiefelten wir zu einem der beiden Plätze und entschieden uns sofort für den ersten. Ausreichend Platz zum Nachbarn, Schatten durch Bäume und ein direkter Blick auf die Berge, mit der Platznummer T6, wie gemacht für unseren Bulli… Perfekt! Hier bleiben wir.

In Windeseile wurde der Bulli eingerüstet. Stromanschluss, Bettaufbau, Markise raus, Tisch und Stühle ausklappen, alles verdunkeln. Fertig.

Lotti bleibt mittlerweile ganz ruhig, wenn wir aufbauen und guckt, ob alles mit rechten Dingen zugeht.

Nach einer kurzen Pause und dem Sackenlassen der Freude über diesen schönen Stellplatz, schauen wir erstmal in die Waschräume. Ich war vor 6 Jahren schon mal mit Marie hier. Der Campingplatz Grafenlehen hat ordentlich investiert. Ich würde sagen, so modern waren die Waschräume vor 6 Jahren im Coronajahr noch nicht. Es macht also erstmal einen guten Eindruck für uns und wir sind einfach happy, dass sich die Fahrt von GAP in den südöstlichsten Zipfel Deutschlands gelohnt hat.

Am späten Nachmittag machen wir uns dann zu Fuß auf zum Königssee. Er ist über einen schönen Spazierweg in nur 15 Minuten erreichbar.

Lotti ist schon wieder total überwältigt von den vielen Menschen und so nehmen wir erstmal im Biergarten Platz (danke nochmal an Ronny ;-). Wir wollen jetzt mal richtig bayerisch essen (meins ist das eigentlich nicht aber man muss ja mal raus aus alten Mustern). Also gibts a Leberkas mit Spiegelei und dazu ein alkoholfreies Weizen, bzw. Ein Radler für Markus. Was soll ich sagen, es schmeckt saugut.

Wir haben es hier schon wirklich richtig gut getroffen und ja, die Temperaturen sind heftig aber wir haben Sommerurlaub und das fühlt sich gerade richtig gut an.

Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Malerwinkel. Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf den Königssee. Der Weg dahin ist schön schattig und läuft durch den Wald. Lotti wird ordentlich müde sein, nachdem sie hier im Grünen so ziemlich jede Fährte aufgenommen hat.

Auch hier sind die Farben wieder wunderschön anzusehen
Lotti interessiert sich nicht so sehr für den Königssee 😉

Eigentlich wollten wir morgen mit dem Boot auf den Königssee. Rüber zu St. Bartholomä und dann zum Obersee. Wir hatten bereits gelesen, dass ALLE Hunde auf den Booten einen Maulkorb tragen müssten. Wir haben dann aber gehofft, dass für einen jungen Pudel diese Pflicht nicht gilt. Tja als wir an den ersten Geschäften am Königssee entlang schlenderten, war klar….JEDER Hund muss einen Maulkorb tragen, denn dort wurden sie gleich in Massen verkauft. Wir hatten zu Hause erst vor Kurzem mit dem Maulkorbtraining begonnen und so richtig klasse findet Lotti es nicht. Ich spurtete noch einmal zu einem Boot und fragte einen Angestellten der Reederei aber er sagte auch, es gibt keine Ausnahmen. Da wir Lotti auch nicht an eine Tasche oder einen Rucksack gewöhnt haben, bleibt uns jetzt wohl nur ein schnelles Maulkorbtraining oder wir müssen getrennt fahren :-(. Schade! Wir haben dann abends noch einen Maulkorb gekauft, weil unser natürlich zu Hause liegt und nun versuchen wir unser Bestes.

Ein schöner Sommertag geht zu Ende und wir freuen uns jetzt auf ein erfolgreiches Fußballspiel. Das Tablet ist schon bereit und der Aperol wird gleich aus dem Kühlschrank geholt. Wir sind jetzt mal ganz böse, aber wir können morgen ausschlafen….oder, Lotti?

dank Wlan läuft das iPad schon mal warm