Durch den gestrigen Regen ist die Luft am Morgen noch kurz erträglich. Markus dreht noch eine kleine Runde mit Lotti, wir frühstücken im Schatten des Bullis (die Markise haben wir gestern Abend schon eingefahren und vor dem Regen geschützt). Anschließend packen wir fix alles wieder zusammen und verlassen diesen besonderen Campingplatz.
Kurz für die Camper eine Einschätzung von uns. Der CP Demmelhof liegt nur 10 Minuten von Bad Tölz entfernt und bietet am Stallauer Weiher die Möglichkeit sich abzukühlen oder SUP zu fahren. Für Reisende mit Kindern wird hier viel geboten. Spielplätze, eine Indoor-Spielhalle und einiges an Viehzeug, was hier auch ordentlich seinen Duft verteilt. Gesehen haben wir allerdings nur Esel, ein paar Schafe und Hühnerküken, die in einem Häuschen untergebracht waren, um von den Kids bestaunt werden zu können. Es soll aber auch Alpakas und Kühe geben. Die Letzteren haben wir nur gerochen.
Die Betreiber sind absolut freundlich und haben uns sehr nett in Empfang genommen. Unser Stellplatz war ein bisschen ungünstig für Lotti, da viele Leute an unserem Platz vorbei mussten, um zu den Waschräumen zu kommen. Da wurde der eine oder andere schon mal verbellt. Was rennt der hier auch vor unserem scharfen Wachhund rum? Aber wir sind wirklich sehr froh, dass sie nachts trotz der vielen ungewohnten Geräusche keinen Mucks von sich gibt. Da klappert es hier und da schon mal in einem anderen Camper oder Leute laufen über den Kies am Bulli vorbei, Hunde kläffen, ab 4:30 Uhr startete der Hofhahn sein tägliches Konzert und in den frühen Morgenstunden wurde das Vieh versorgt, so dass es im Stall laut wurde. Lotti hat schön geschlummert und vermutlich noch von ihrem gestrigen Schwimmkurs geträumt. Was uns ein wenig gestört hat war die Straße, gegenüber des Weihers. Sie ist stark befahren und konnte die Idylle tatsächlich ein wenig trüben. Wir konnten das aber für die zwei Nächte ganz gut ausblenden.

Nun machten wir uns zunächst auf nach Bad Tölz. Mal schauen, was der Ort so zu bieten hat. Die Temperaturen waren schon wieder viel zu hoch, um entspannt eine Ortsbesichtigung zu machen und wir haben zum Glück ja auch die Ausrede, dass wir auf unser Fellkind Rücksicht nehmen müssen. Auch Lotti machen die Temperaturen sichtlich zu schaffen. Daher ging es in angemessenem Tempo durch die historische Altstadt.






Kalvarienbergkirche
Abschließend gönnten wir uns noch ein Eis und Lotti freute sich über die Pause unter dem Cafétisch im Schatten.
Heute wollten wir noch weiter Richtung Zugspitze fahren. Eine Vorreservierung in Grainau war nicht möglich. Zumindest hatten wir diese Antwort von einem CP erhalten. Der andere akzeptiert gar keine Hunde. Ein Grund mehr, zukünftig doch mal vorzubuchen ;-).
Wir hatten dennoch Glück und ergatterten noch einen Stellplatz mit Blick auf die Berge.

Da die meisten CP hier ganzjährig in Betrieb sind, sind sie geschottert. So können hier auch im Winter die großen Geschosse stehen, ohne den Untergrund zu zerstören. Für uns ist das eher ungünstig, weil Lotti leider gerne auf Steinen rumkaut….
Nach einem fixen Aufbau von Bett und Tisch, brauchten wir erstmal ein Kaltgetränk und dann ging es mit Schleppleine an die Loisach zur Abkühlung. Hier herrscht ordentliche Strömung und so traute sich Lotti zunächst nicht hinein.


Doch als sie dann einen Irish Setter und einen Labrador entdeckte, die eine Mordsgaudi im Wasser hatten, meinte sie mit den Großen ordentlich mitmischen zu müssen. Wir mussten das Spiel bald abbrechen, weil sie drohte sich dabei ins Jenseits zu befördern.
Jetzt werden wir erstmal in Ruhe die nächsten Tage planen und die Hitze an uns vorüberziehen lassen.
Lotti muss erstmal wieder ankommen: neuer Campingplatz, neue Nachbarn, neue Geräusche, neue Hunde. Das muss alles sehr anstrengend für sie sein und so kommentiert sie erstmal wieder von vorne alles was neu ist. Wir versuchen ruhig zu bleiben, denn alles andere ist nicht wirklich eine gute Lösung. Wir sind sehr froh darüber, wie gut sie es macht, obwohl sie noch so jung ist!!



